Rundfunkgeschichte

 

 

 

Am 2. Mai wurde das „Haus des Rundfunks“ in der Berliner Masurenallee von Soldaten der Roten Armee besetzt, am 13. Mai nahm der Berliner Rundfunk von dort seine Sendetätigkeit auf. Nach dem Eintreffen der Westallierten in der Stadt am 4. Juli 1945 war die Sowjetische Militäradmistration unsicher, wie sich die Rundfunklandschaft in Berlin entwickeln würde. De facto galt der Poelzig-Bau als exterritoriales Gebiet, doch war dieser Zustand langfristig unhaltbar: Im Frühsommer 1952 verfügte der Westen die Räumung des Funkhauses.

Längst hatten die Sowjets den Umzug des Berliner Rundfunks in den Osten vorbereitet. Bereits im Mai 1946 hatte der Ausbau eines provisorischen Funkhauses in einem ehemaligen Rudervereinshaus in der Regattastraße in Grünau begonnen. Parallel schritten die Planungen für ein Rundfunkzentrum in der Nalepastraße, auf dem Gelände einer ehemaligen Furnierfabrik, voran. Verantwortlich waren der Bauhaus-Architekt Franz Ehrlich und Dipl. Ing. H. v. Papen, die zusammen bereits Studioprojekte für ein Rundfunkhaus in Dresden ausgearbeitet hatten, sowie der Rundfunktechniker Gerhard Probst, die Architektin H. Poetsch und der Akustiker L. Keibs. Nach sechsmonatiger Bauzeit konnte am 31.12 1951 aus dem vorhandenen Block A die erste Sendung ausgestrahlt werden. Die Säle I und II sollten Anfang 1954 dem Betrieb übergeben werden, doch nach einem Brand am 16.2. 1954 verzögerten sich die Bauarbeiten und das Funkhaus Grünau blieb weitere zwei Jahre Ort der Hörspielproduktionen.  Am 10.02 1956 schließlich wurde der Neubau in der Nalepastraße mit allen Studios in Betrieb genommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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